Die Drehorte von Game of Thrones sind kein einzelner Ort, sondern ein Netzwerk aus Ländern, das von mittelalterlichen Küsten bis zu rauen Vulkanlandschaften reicht. Genau deshalb lohnt es sich, die Serie nicht nur als Fan-Thema zu betrachten, sondern als Reiseanlass mit echten Sehenswürdigkeiten. Ich ordne die wichtigsten Plätze so, dass du schnell erkennst, welche Regionen sich für einen Kurztrip, eine Rundreise oder eine gezielte Fan-Reise am besten eignen.
Die Serie wurde vor allem in Nordirland, Kroatien, Spanien, Island und Malta gedreht
- Nordirland war die wichtigste Basis der Produktion und liefert viele der bekanntesten Landschaften und Schlösser.
- Kroatien steht vor allem für Königsmund und die spektakuläre Altstadt-Atmosphäre von Dubrovnik.
- Spanien bringt die größte Vielfalt aus Palästen, Altstädten, Wüsten und historischen Städten.
- Island zeigt die kargen Landschaften jenseits der Mauer und wirkt am stärksten naturbezogen.
- Malta spielt vor allem in den frühen Staffeln eine wichtige Rolle und ist für einen kompakten City-Trip interessant.
- Nicht alles wurde draußen gedreht: Studios und Backlots waren vor allem in Nordirland ein zentraler Teil der Produktion.

Die wichtigsten Drehorte im Überblick
Die schnellste Antwort auf die Frage, wo Game of Thrones gedreht wurde, ist also geografisch gedacht: Die Serie verteilt sich auf wenige, aber sehr unterschiedliche Regionen. Für Reisende ist das praktisch, weil sich daraus sofort verschiedene Reisetypen ableiten lassen.
| Region | Bekannte Kulissen | Wofür sie sich heute lohnt |
|---|---|---|
| Nordirland | Winterfell, Kingsroad, Iron Islands, Dragonstone | Die dichteste Auswahl an Drehorten, ideal für einen Roadtrip |
| Kroatien | Königsmund, Qarth, mediterrane Stadt- und Hafenbilder | Perfekt für einen kompakten Städtetrip mit Mittelmeerflair |
| Spanien | Dorne, Wüstenlandschaften, historische Altstädte | Die vielseitigste Kombination aus Architektur und Natur |
| Island | Jenseits der Mauer, eisige und vulkanische Landschaften | Am stärksten für Naturfans und längere Rundreisen |
| Malta | Frühe Königsmund-Szenen und Festungsbilder | Gut für einen kurzen Abstecher mit viel Geschichte |
Wer diese Einteilung im Kopf behält, plant deutlich realistischer. Und genau deshalb lohnt sich als Nächstes der Blick auf Nordirland, weil dort die Serie am stärksten mit der echten Landschaft verwachsen ist.

Nordirland ist das Herz der Serie
Wenn ich nur eine Region auswählen dürfte, wäre es Nordirland. Hier liegen die wichtigsten Außendrehorte so dicht beieinander, dass aus einzelnen Motiven eine echte Reise werden kann. Schlösser, Küsten, Wälder und Hafenorte ergeben zusammen das glaubwürdigste Westeros-Gefühl außerhalb des Bildschirms.
| Ort | In der Serie | Warum er sich für Besucher lohnt |
|---|---|---|
| Castle Ward | Winterfell und mehrere Schlüsselszenen der ersten Staffel | Eine der klarsten Verbindungen zwischen echter Landschaft und Serienwelt |
| Ballintoy Harbour | Pyke und die Iron Islands | Rauer Küstencharakter, sehr fotogen und sofort wiedererkennbar |
| The Dark Hedges | Kingsroad | Berühmteste Einzelansicht der Region, auch wenn sie oft stark besucht ist |
| Downhill Beach | Dragonstone-Atmosphäre | Weite Küste mit dramatischer Kulisse und guter Blickachse |
| Tollymore Forest Park | Erste Folgen rund um die Nachtwache und die Stark-Wölfe | Wald, Fluss und Wege, die auch ohne Serienbezug funktionieren |
| Larrybane Quarry | Stormlands und Kingsmoot | Hartes Felsrelief, das die militärische Seite der Serie gut trägt |
Ich würde Nordirland nicht nur wegen der bekannten Motive empfehlen, sondern wegen der Dichte. Mit einem Mietwagen oder einer gut geplanten Tagestour lassen sich mehrere Orte verbinden, ohne dass die Reise künstlich wirkt. Wer zusätzlich den Studio-Teil einbaut, bekommt nicht nur Drehorte, sondern auch einen Blick auf die Produktionswelt dahinter. Von hier aus ist der Sprung nach Kroatien logisch, denn dort wird die Serie urbaner und sonniger.
Kroatien zeigt die bekannteste Stadtkulisse
Kroatien ist für viele Fans der erste visuelle Treffer, weil Dubrovnik als Königsmund sofort im Kopf bleibt. Die Altstadt wirkt geschlossen, kompakt und fast zu perfekt für Filmaufnahmen, genau das macht sie für Sightseeing so stark. Für mich ist das einer der Orte, an denen sich Serienerinnerung und echtes Reiseerlebnis am saubersten überlappen.
- Dubrovnik ist die zentrale Kulisse für Königsmund und damit der wichtigste Ort in Kroatien.
- Lokrum ergänzt die Stadt um eine Inselkulisse, die für die künstlerische Welt von Qarth genutzt wurde.
- Trsteno Arboretum bringt Gartenbilder und höfische Atmosphäre ins Spiel und ist auch ohne Serienbezug sehenswert.
- Split und die Umgebung rund um den Diokletian-Komplex liefern eine andere, stärker historische Bildsprache.
- Klis und weitere Orte in Dalmatien zeigen, dass sich in Kroatien nicht nur eine einzige Kulisse lohnt, sondern gleich mehrere.
Der große Vorteil hier ist die Kompaktheit. Du kannst an einem Tag viel sehen, ohne zwischen den Motiven lange Strecken zu fahren. Genau das macht Kroatien so angenehm für alle, die Serienorte mit einer klassischen Städte- und Küstenreise verbinden wollen. Spanische Drehorte funktionieren anders: breiter, größer und visuell noch abwechslungsreicher.
Spanien liefert die größte Vielfalt
Spanien ist für mich die vielseitigste Drehregion, weil dort Architektur und Landschaft gleich stark spielen. Mal geht es um Paläste und Innenhöfe, mal um alte Stadtkerne, mal um fast unwirkliche Halbwüsten. Wer nur ein Land für einen längeren Serien-Trip wählen will, bekommt hier den größten Kontrast auf einer Reise.
| Ort | Serienbezug | Reisewert |
|---|---|---|
| Real Alcázar in Sevilla | Dorne und die Wasserpaläste | Ein architektonisches Highlight mit starken Gärten und sehr hohem Wiedererkennungswert |
| Girona | Mehrere Szenen in der Altstadt und rund um historische Bauten | Ideal für einen Stadtbummel mit vielen Blickwechseln auf engem Raum |
| Cáceres | Medievale Straßenzüge und historische Stadtbilder | Perfekt, wenn du Serienatmosphäre mit einer echten UNESCO-Stadt verbinden willst |
| Bardenas Reales | Wüstenhafte Landschaften | Sehr stark für Reisende, die weite, fast mondähnliche Bilder suchen |
| Tabernas-Wüste | Dothraki- und Wüstenmotive | Die härteste und trockenste Bildsprache unter den europäischen Drehorten |
Der Haken an Spanien ist zugleich sein Vorteil: Die Orte liegen nicht alle direkt nebeneinander. Wer die Drehorte wirklich sinnvoll erleben will, sollte sich auf eine Region konzentrieren, statt zu versuchen, Sevilla, Girona und Navarra in ein kurzes Wochenende zu pressen. Danach kommt Island, und dort verschiebt sich der Schwerpunkt komplett von Städten zu Natur.
Island macht die Welt jenseits der Mauer greifbar
Island steht für die rauen, kargen und oft fast überirdischen Landschaften der Serie. Genau das ist der Punkt, an dem Game of Thrones visuell am stärksten aus dem Historischen ins Archaische kippt. Hier geht es weniger um Bauwerke als um Atmosphäre, Wetter und geologische Wucht.
- Lake Mývatn ist ein zentraler Drehort für die nordische, vulkanische Anmutung der Serie.
- Reynisfjara mit seinem schwarzen Sand wirkt dramatisch und ist einer der eindrucksvollsten Küstenorte des Landes.
- Gletscherlandschaften liefern die kalte Weite, die man mit dem Norden von Westeros verbindet.
- Nordisland und die Südküste zeigen, wie stark das Land mit Kontrasten arbeitet, statt mit einzelnen Icon-Spots.
Aus praktischer Sicht ist Island aber auch die anspruchsvollste Station. Ich würde dort nicht zu knapp planen, weil Distanzen, Wetter und Straßenbedingungen deutlich mehr Disziplin verlangen als in Dubrovnik oder Sevilla. Das ist kein Nachteil, sondern gehört zur Reise dazu. Malta ist im Vergleich dazu kompakter, kleiner und vor allem für die frühen Staffeln relevant.
Malta lohnt sich für die frühen Staffeln
Malta ist kein riesiges Serienuniversum, aber ein wichtiger Teil der Anfangsphase. Wer die ersten Folgen und die sonnigere, mediterrane Bildsprache mag, findet hier sehr klare Spuren der Produktion. Besonders stark ist der Mix aus Festungen, Steinarchitektur und Meerblick.
- Mdina steht für frühe King’s-Landing-Bilder und gehört zu den atmosphärischsten Orten des Landes.
- Fort Manoel bringt die militärische, befestigte Seite der Insel ins Bild.
- Gozo ergänzt die Reise um landschaftlich offene Motive und wirkt deutlich ruhiger als die Hauptstadtregion.
Malta ist damit vor allem dann interessant, wenn du eine kürzere Reise mit Geschichte und Serienbezug verbinden willst. Für eine große Westeros-Rundreise ist es eher eine Ergänzung als der Hauptteil. Genau aus diesem Grund lohnt sich zum Schluss die Frage, wie man die Drehorte überhaupt sinnvoll kombiniert, ohne sich zu verzetteln.
So plane ich eine Drehortreise ohne Umwege
Ich würde die Route nicht nach einzelnen Episoden bauen, sondern nach Regionen. Das spart Zeit und verhindert, dass aus einer Reise ein gehetztes Sammeln von Fotospots wird. Für einen guten ersten Plan reichen meist 2 bis 4 Tage pro Land, wenn du nur die bekanntesten Orte sehen willst; für Spanien und Island solltest du eher mehr Puffer einbauen, weil die Motive weiter auseinanderliegen.
| Reisetyp | Beste Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Kurztrip | Dubrovnik oder Malta | Viel Serienbezug auf engem Raum, wenig Logistik |
| Roadtrip | Nordirland | Viele Motive, kurze Distanzen, sehr stimmige Landschaft |
| Architekturreise | Spanien | Paläste, Altstädte und historische Schauplätze in einem Land |
| Naturreise | Island | Die visuell stärkste Landschaftsvariante der gesamten Produktion |
| Erste-Staffeln-Trip | Malta | Kompakt, sonnig und für frühe Szenen besonders relevant |
Wenn ich selbst eine Reise planen würde, würde ich im Frühling oder frühen Herbst nach Nordirland, Kroatien oder Spanien fahren und Island eher dann wählen, wenn mir der landschaftliche Teil wichtiger ist als eine glatte, bequeme Logistik. Der wichtigste Fehler ist aus meiner Sicht, alle Länder auf einmal sehen zu wollen. Besser ist eine klare Auswahl mit einem starken Schwerpunkt. Genau so wird aus Seriennostalgie eine wirklich gute Reise.
Diese Orte tragen auch ohne Fanbrille
- Nordirland überzeugt mit Küsten, Wäldern und Schlössern, selbst wenn man die Serie nicht kennt.
- Dubrovnik ist als Altstadtziel ohnehin stark und bekommt durch Game of Thrones nur noch eine zusätzliche Ebene.
- Sevilla, Girona und Cáceres sind eigenständige Kulturreisen, bei denen der Serienbezug eher ein Bonus als der Hauptgrund ist.
Genau darin liegt für mich der eigentliche Reiz der Drehorte: Sie leben nicht nur von der Serie, sondern auch von dem, was sie als Reiseziele ohnehin mitbringen. Wer sich darauf einlässt, bekommt keine reine Fanroute, sondern eine sehr brauchbare Kombination aus Sehenswürdigkeiten, Atmosphäre und gut planbaren Etappen.
